Butter-Plätzchen für Weihnachten

Grundausstattung Zutaten Einkaufsliste frisch kaufen Vorbereitungen Zubereitungen und dann?

Draußen ist es kalt und schon dunkel, drinnen bollert die Heizung. Auf dem Adventskranz tropfen schon einige Kerzen in die duftenden Tannen. Schürze an, Ärmel hochkrempeln, den roten Hocker in die Küche stellen ... so fing bei uns früher das Weihnachts-Backen an. Und am Ende saßen wir ermattet, papp-satt vom Probieren aber richtig stolz um den ausgezogenen Wohnzimmertisch herum, und bestaunten die braun, rot oder weiß glänzenden Plätzchen.

Hier ist das Rezept dazu (mit Bild;-):

 

Zubereitungsdauer:

Ziemlich lang. Ist eine Beschäftigung für einen gemütlichen Spätnachmittag/Abend. Mindestens 90 Minuten. Aber: Nach oben offen (wegen der Verzierungen). Mach's Dir gemütlich, zünde ein paar Kerzen an, starte den mp3-player und stell eine gute Flasche (Mate /besser: Rotwein) in den / aus dem Kühlschrank.

Der Rezeptteig  erscheint Dir vielleicht etwas lang, aber es ist auch viel Handarbeit dabei, die ich für's erste mal ausführlicher beschreibe ...

 

 

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Grundausstattung:

Backofen

1 Backblech (besser 2 Bleche, umschichtig belegen, während auf dem anderen  Blech schon gebacken wird)

Fleischwolf mit Back-Vorsätzen oder Nudelholz & Ausstech-Formen

Ein Teller mit Messer, Gabel, Löffel

Butterbrotpapier

Pinsel

Papier-Küchentücher

Ein Back-Sieb (hat dünnere Löcher als ein Salatsieb)

Zwei Töpfe, einer so groß, daß der andere darin eintauchen kann ( für das Wasserbad!)

1 Kochlöffel

2 Blechschüsseln

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Zutaten:

500 gr Mehl

1,5 gestrichener Teelöffel Backpulver

250 gr Zucker

1 Päckchen Vanille-Zucker

3 Eier

250 gr. kalte Butter

etwas Backfett oder eine Rolle Backpapier

 

für die Verzierung:

Blockschokolade

Puderzucker

Zitronenaroma

Rote Marmelade

Schlagsahne

 

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Einkaufsliste:

3 Eier

250 gr. kalte Butter

Schlagsahne

1 Zitrone

1 Tafel Blockschokolade

 Zitronenaroma

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Das solltest Du frisch kaufen

3 Eier

250 gr. kalte Butter

Schlagsahne

1 Zitrone

1 Tafel Blockschokolade

 

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Vorbereitung:

Backblech aus dem Ofen nehmen

Backofen auf 175 Grad vorheizen

Eine Tischplatte freiräumen und säubern.

Das wird ein Knetteig, also ist mit verbabbten Fingern zu rechnen. Lieber ein Papier-Küchentuch bereitlegen, um die Finger ggf. zu reinigen. Am einfachsten ist es allerdings, den Teig mit einem Löffel von den Fingern zu schaben (sofern Du die Finger nicht ...mmmmhhh ... einfach ableckst.)

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Zubereitungen

In der Mitte der Arbeitsfläche das mit dem Bachpulver gemischte Pfund Mehl auf einen Haufen schütten. In die Spitze eine Vertiefung hinein drücken, so dass da Folgendes hineinpaßt:

Etwa ein Viertel von dem Zucker (der restliche Zucker wird über den Rand verteilt), das Päckchen Vanillezucker, die 3 Eier.

Diese Zutaten mit einer Gabel vorsichtig in diesem "Vulkankegel" zu einem festen Brei verrühren.

Die kalte Butter in kleine Stücke schneiden und auf den Mehl-Wall verteilen.

 

Jetzt geht's los:

Ärmel noch mal hochkrempeln, Uhr und Armschmuck ausziehen.

Erst einmal etwas Mehl über die Butter verteilen, dann klebt sie nicht gleich an den Fingern. Dann von außen her das Mehl mit der Butterstücken über den Zuckerbrei geben und dann mit beiden Händen fröhlich hinein in die Pampe. Gut durchkneten, so dass keine gelben Butterstückchen mehr zu sehen sind, aber auch nicht zu lang kneten, dann wird der Teig klebrig und läßt sich nicht so gut weiterverarbeiten.

Kenner kneten nur mit den Handballen, nicht mit der ganzen Handinnenfläche...

Ist der Teig doch zu klebrig geworden, einfach noch mal eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.

 

 


Variation 1: Ausrollteig:

 

Das erste Backblech mit etwas Fett einpinseln. Das geht einfacher, wenn Du das Fest auf das Backblech tust und das Blech kurz in den Ofen schiebst, bis das Fett zerlaufen ist. Nun schön gleichmäßig mit dem Pinsel verstreichen.

- Alternativ: Ein Blatt Backpapier abreissen und auf das Blech legen. -

 

Etwa ein Viertel der Teigmasse auf einer leicht gemehlten Arbeitsplatte etwa 3 - 4 mm dick ausrollen. Dazu das Nudelholz auch immer wieder mit der Hand mit etwas Mehl bestreichen.

Den restlichen Teig wieder in den Kühlschrank stellen.

Nun mit den Backformen möglichst knapp aneinander Teigstücke ausstechen. Sobald die ganze Fläche mit Formen ausgestochen ist, die Teigstücke vorsichtig von der Arbeitsplatte lösen und - mit etwas Abstand voneinander - auf das Backblech legen. Dabei bleibt natürlich Teig um die ausgestochenen Formen übrig, den Du erneut verknetest (ist er noch gut;-)? und wieder ausrollst ... ausstechen ... so langsam füllt sich das erste Blech.

Wenn Du die Kekse nicht verzieren willst, bestreiche sie mit dem Pinsel vor dem Backen mit etwas Schlagsahne, das läßt sie schön braun und glänzend werden.

 

Sobald das erste Blech gefüllt ist, ab damit in den Ofen.

 

Backdauer:

 

Dicke Plätzchen brauchen vielleicht 15 Minuten, dünnere etwa 7 Minuten.

Schau am Anfang mal nach 7 Minuten in den Ofen, sobald sich die Ränder der Plätzchen braun färben, sind sie bald gut. Na gut, ab und zu muß man ja auch mal eins probieren ... Vorsicht. Heiß!

 

Sobald Du weißt, wie lang Deine Plätzchen backen müssen, Uhr stellen und derweil das zweite Blech mit den ausgestochenen Teigstücken belegen...

 

 

Variation 2: Durch-den-Wolf-drehen-Teig

 

Für die guten alten gußeisernen Fleischwölfe gibt es Vorsatzstücke, die sternförmig oder halbrund oder unten flach, oben gezackt ausgeschnitten sind.

Auch hier das Backblech einfetten oder mit Backpapier belegen.

 

Etwa ein Drittel der Teigmischung in den Fleischwolf füllen, dabei vorsichtig und langsam mit dem Finger hineinstopfen. Dabei darauf achten, dass die Fleischwolf-Walze die Finger nicht einschneidet ...;-o

Erst einmal verschwindet ziemlich viel Teig in der Maschine, aber sobald die ersten Würstchen herausgepresst werden, geht es ruck-zuck. Für diesen Arbeitsschritt ist übrigens eine Partnerin sehr hilfreich ... überhaupt: zu zweit macht Backen/Kochen viel mehr Spaß.

Nach und nach etwa gleich große Kekse auf das Backblech legen.

 

Backdauer:

Für die Sternform: 13 - 14 Minuten

Für die flachere Form: etwa 10 Minuten.

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Und dann?

 

Die fertigen Kekse auf eine mit Alufolie oder Butterbrotpapier belegte Arbeitsfläche rutschen und dort erst einmal etwas auskühlen lassen.

 

Jetzt geht's an die Verzierung..

 

Hier ein Grundrezept für den Zuckerguß:

 

 

Drei Eßlöffel Puderzucker in einem kleinen Schälchen mit Flüssigkeit verschlagen

Variationen:

Wasser ( dann ist es einfach süß)

Zitrone oder Zitronenaroma (dann ist der Guß etwas sauer im Kontrast zum süßen Keks)

Mit heißem Wasser verdünnte rote Marmelade ohne Fruchtstücke

 

Den Guß mit dem Pinsel gleich auf die Kekse verteilen, Zuckerguß trocknet recht schnell. Da immer etwas daneben tropft ist es gut, dass auf der Arbeitsplatte Butterbrot-Papier liegt.

 

Sehr lecker ist auch die schöne Schokoladenverzierung, die - weil ziemlich süß - dann nur auf einer Hälfte des Kekses aufgetragen wird.

 

Dazu den größeren Topf mit so viel warmem Wasser füllen, dass der kleinere Topf etwa einen Zentimeter tief im Wasser "schwimmt". Den größeren Topf auf kleiner Flamme warm halten.

Nun die Blockschokolade in kleinere Stücke brechen und in den kleinen Topf füllen. Durch die Wärme des Wassers im Übertopf schmilzt die Schokolade recht schnell.

Sobald die Masse flüssig wird umrühren und letzte Reste dabei schmelzen lassen. Nicht kochen.

 

Mit einem Pinsel die Kekse  mit der warmen und flüssigen Schokolade  verzieren.

 

Die Kekse über Nacht auskühlen und trocknen lassen.

 

Fülle sie dann am besten in eine saubere und trockene Blechdose und schließe Wetten ab, wie lange vor Weihnachten die Dose leer ist.

Für die Teigmenge dieses Rezeptes brauchst Du vielleicht zwei Blechdosen mit rund 30 Zentimeter Durchmesser und zehn Zentimeter Höhe.

 

Tipp:

Solche Kekse sind - in etwas Alufolie oder Frischhaltefolie verpackt und mit einem bunten Band verschlossen - ein tolles Mitbringsel: lässt Frauenherzen schmelzen ;-)

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